Kryptowährungen oder Edelmetalle kaufen?

Sollte ich Kryptowährungen kaufen? Viele Anleger beschäftigen sich aktuell mit dieser Frage. Wir möchten deshalb Vor- und Nachteile sowie Hintergrundinfos mit Ihnen teilen.

 

Wachstum durch Wachstum

Weit über 1.000 Kryptowährungen konkurrieren aktuell. Der bekannteste Vertreter der Riege ist der Bitcoin. Er markierte im April 2020 seinen Höchststand bei über 60.000 US-Dollar. Von da an ging es rapide abwärts –  nur mehr 35.000 USD war die Digitale Währung kurze Zeit später wert. Hieraus lassen sich zwei Dinge ablesen: Der Bitcoinkurs ist einerseits extrem volatil und zugleich absolut unberechenbar. Kryptowährungen sind daher hochriskant.

 

Der Contaigon Effekt

Beim Contagion effect handelt es sich um einen Ansteckungseffekt. Wir haben den Effekt welcher zu Herdenartigen Kaufverhalten führt, im kürzlich erschienenen Immobilien Artikel beschrieben. Wenn alle Bitcoin kaufen führt dies einerseits zu steigenden Kursen. Gleichzeitig entsteht aber auch das Gefühl, „etwas zu verpassen“ wenn man selbst keine Bitcoins im Portfolio hat. Die Herde kauft und befeuert so den Preis weiter. Doch dieser Effekt, der die Preise im vergangenen Jahr so konsequent getrieben hat, funktioniert auch in die Gegenrichtung. Wenn alle verkaufen, verkaufe ich auch. Die Abwärtsspirale dreht sich dabei sogar mit einer höheren Geschwindigkeit, weil im Gegensatz zum Kauf, die Liquidität nicht erst aufgebaut werden muss.

 

Kryptowährungen und deren Risiko

Wer ein hohes Risiko eingeht, erwartet eine entsprechend hohe Rendite. Der „Risikoprämie“ genannte Aufschlag findet sich bei allen Anlageformen wieder. Doch was bei Aktien, ETFs und Sachwerten allgemein als selbstverständlich gilt, fehlt den Kryptowährungen. 

Das Problem: Kryptowährungen haben keinen realen Anwendungszweck der Rendite erwirtschaftet. Bitcoin & Co bieten Anlegern deshalb keinen Cashflow. Keine Dividenden und ebenso keine Zinsen. Das eingangs beschriebenen Risiko ist jedoch real vorhanden. Um also für Anleger interessant zu sein, muss die Wertsteigerung der Kryptowährungen die natürliche Marktrendite plus die Risikoprämie rein über steigende Nachfrage decken. Ob das langfristig gelingt, ist äußert zweifelhaft. 

 

Wenn Hoffnung alle ist

Für langfristig steigende Kurse der Kryptowährungen müsste die Nachfrage langfristig überproportional steigen. Weil laufende Erträge fehlen, müssten auch diese durch steigende Nachfrage kompensiert werden. In den Jahren 2019 und 2020 – als der Hype zu Rekorden führte, war dies zweifelsohne möglich. Doch Trends sind selten von langer Dauer. Ein Produkt ohne Anwendungszweck wird sich mittelfristig schwer tun, Investoren bei der Stange zu halten und immer größere Neuinvestitionen zu rechtfertigen. Für langfristig orientierte Anleger sind Kryptowährungen damit jedenfalls uninteressant. 

Doch auch kurzfristig orientierte Anleger sollten sich die Investition in Kryptowährungen besser zweimal überlegen. Denn mehr als 40% aller Bitcoins, werde von weniger als 0,01% der Bitcoin Accounts gehalten. Der Bitcoin ist damit fest in der Hand der Großinvestoren. Die Aktivitäten von derart großen Accounts haben somit erheblichen Einfluss auf die Kursentwicklungen. Ein einzelner Verkauf eines solchen Handelspartners, kann zu drastischen Kursverlusten führen. Somit stellt die Struktur der Anleger ein erhebliches Risiko dar.

 

Die Lage wird zunehmend schwieriger

Kryptowährungen genossen den Vorteil, unabhängig zu sein. Doch dieser letzte und einzige Vorteil scheint nun ebenfalls zu bröckeln. Weltweit haben Aufsichtsbehörden den Markt der Kryptowährungen in den Fokus genommen. Illegale Aktivitäten wie Geldwäsche und Terrorismus Finanzierung haben nicht nur das Image der Kryptos erheblichen Schaden zugefügt. Harte Sanktionen könnten dazu führen, dass Anleger ihre Bitcoins nicht mehr in EUR oder Dollar wechseln können.

 

Edelmetalle als Alternative

Natürlich zahlen auch Edelmetalle weder Dividende noch Zins. Doch bei Edelmetallen besteht reale Nachfrage. Palladium ist in der Automobil Industrie unersetzlich. Silber und Gold werden in der Elektrotechnik dringend benötigt. Osmium läuft gerade Diamant den Rang ab und revolutioniert den Schmuck Markt. Edelmetalle genießen somit reale Nachfrage. Gold als älteste Währung der Welt wird immer existieren und immer Wert verkörpern. Diese Tatsache vor Augen, wird auch deutlich weshalb Edelmetalle immer stärker in den Fokus der Anleger geraten. 

Ein weiterer Vorteil liegt sprichwörtlich auf der Hand: Edelmetalle sind greifbar. Gold, Silber, Osmium lassen sich bequem zuhause verwahren. Es sind Werte, die auch auf Grund der physischen Präsenz punkten. 

Ob der Immobilienverkauf den gewünschten Verkaufspreis erzielt weiß heute niemand. Auch Gold hat volatile Zeiten durchlebt. Und welche Preise Osmium beim Verkauf erzielt, wird sich erst in 5 bis 10 Jahren zeigen. Doch auch hier zeigt der direkte Vergleich: ein USB Stick mit Krypto-Text-Dateien verkörpert keinen nachhaltigen Wert. Und welche der aktuell über 1.000 Kryptowährungen in 5 Jahren überhaupt noch existieren, ist mehr als fraglich. 

Kryptowährungen sind somit vor allem eins: ein aus dem Hintergrund klug gesteuerter Hype. 

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von Redaktion / Edelmetall

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