Edelmetalle: Verkaufsanstieg nach der Pandemie.

Der Verkaufsanstieg geht weiter. Die Pandemie hat Edelmetallen einen Boom beschert. Bereits vor Ausbruch der Krise im Frühjahr 2020 lagen Edelmetalle hoch im Kurs. Inflationssorgen und die nach wie vor ungelöste Flüchtlingskrise hat viele Investoren in den sicheren Hafen der Edelmetalle getrieben. 

 

Silber ist das Geld des Gentleman

Der Silberpreis hat im vergangenen Jahr einen rasanten Preisanstieg erlebt. Nach Ansicht des Fondsmanagers Ned Naylor-Leyland wird Silber die Offenbarung des Jahres 2021 sein. Die kleine Schwester des Goldes ist vor allem für ihre Vielseitigkeit als Bestandteil von Solarzellen, Elektrofahrzeugen, Computertastaturen und als antimikrobieller Wirkstoff in der Medizin bekannt. Tatsächlich wird die Hälfte des Silbers in industriellen Anwendungen eingesetzt und sorgt für einen Verkaufsanstieg. Sie ist heute das Elixier für Umweltlösungen im Kampf gegen den Klimawandel und eines der wertvollsten Güter inmitten einer globalen Gesundheitskrise.

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Abkommen mit der USA

Die USA ist immer noch wichtigster Handelspartner Deutschlands. „Ein neues grünes Abkommen in den USA wird gut für Silber sein. Die Nachfrage nach Silber steigt, und wir gehen davon aus, dass die Märkte seine doppelte Bedeutung als industrieller Bestandteil und als Wertaufbewahrungsmittel annehmen werden“, sagt Naylor-Leyland. Der Manager ist überzeugt davon, dass das Edelmetall in den Anlageportfolios unterbewertet ist und warnt, dass seine beste Zeit noch bevorsteht. „Silber ist das Geld des Volkes“, betont er und erinnert dabei an das Zitat des Wirtschaftswissenschaftlers und Schriftstellers Norm Franz: „Gold ist das Geld der Könige, Silber ist das Geld der Herren und Schulden sind das Geld der Sklaven.“

Dennoch räumt Naylor-Leyland ein, dass das Interesse der Anleger an Silber immer noch gering ist und mit dem anhaltenden Aufschwung des Goldes zunehmen wird. Er warnt jedoch davor, dass die Schwankungen, sobald sie einsetzen, sehr schnell und sehr stark sein werden. „Im Jahr 2011, als sich die Märkte in einer kritischen Situation befanden, wie auch jetzt, erreichte Silber einen Preis von 50 Dollar pro Unze“, erinnert er sich. Damals stieg der Silberpreis in nur 12 Monaten um 163 %.

Gold ist und bleibt der König

Hofrichter ist einer derjenigen, die für 2021 auf Gold in ihren Portfolios setzen. Dem Wirtschaftswissenschaftler zufolge hat das Metall angesichts negativer Anleiherenditen erheblich an Bedeutung gewonnen.  Die Bekämpfung der Pandemie hat zu einer massiven Überliquidität gesorgt. Gold ist da geradezu ideal. „In einem Umfeld negativer Realzinsen mit fiskalischen und geldpolitischen Anreizen hat Gold unserer Meinung nach ein erhebliches Aufwärtspotenzial“, erklärt er.

Was sind Edelmetalle

Der Goldpreis ist im Laufe des Jahres um 22 % auf über $ 1.800 pro Unze gestiegen, obwohl er im August einen Höchststand von über $ 2.000 erreichte. Das Edelmetall, das früher als sicherer Hafen für hyperinflationäre Situationen galt, hat in den letzten Jahren im Zuge der Börsenturbulenzen an Attraktivität gewonnen, die in diesem Jahr insbesondere durch die Ankündigung der Covid-19-Impfstoffe begünstigt wurde. „Physisches Gold ist der einzige wirklich solide Vermögenswert im Finanzsystem“, sagt Ned Naylor-Leyland, Leiter der Gold- und Silberstrategie bei Jupiter Asset Management und begründet damit den Verkaufsanstieg.

Darüber hinaus haben die schwindenden Reserven den Weg für Fusionen und Übernahmen im Bergbausektor geebnet, die in diesem Jahr rund 20 Mrd. $ zum Gesamtvolumen solcher Geschäfte beitrugen. „Wir befinden uns auf dem Höhepunkt einer massiven Welle von Fusionen und Übernahmen“, sagt Naylor-Leyland und erklärt, dass der „ungerechtfertigt niedrige“ Goldpreis in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass die Bergbauunternehmen nicht die Explorations- und Erschließungsaktivitäten in Angriff genommen haben, die zur Erhöhung der Reserven erforderlich sind.

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Edelmetalle stehen hoch im Kurs

Edelmetalle hatten ein ausgezeichnetes erstes Halbjahr 2020. An der Spitze lag Gold mit einem Anstieg von mehr als 17 %, gefolgt von Silber (um fast 2 %) und Palladium, das nahezu unverändert blieb (minus 10 Basispunkte). Osmium als jüngstes und zugleich wertvollstes Edelmetall der Welt konnte mit +15,9% überzeugen. Der Osmium Preis nimmt bereits die nächste Hürde ins Visier und dürfte bald wieder über 1.600 EUR liegen.

Platin, das wie Palladium zur Herstellung von emissionsfreien Katalysatoren verwendet wird, verfehlte das Podium deutlich, da die Coronavirus-Quarantäne die weltweiten Autoverkäufe in den Keller schickte. Gleichzeitig sorgt die Mobilitätswende und der Trend hin zu Elektrofahrzeugen für niedrigere Absätze bei den Verbrennern. Das könnte sich jedoch bald ändern: Am Freitag gaben die Autohersteller in China – dem zweitgrößten Automarkt der Welt – bekannt, dass ihre Verkäufe im zweiten Quartal um mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen sind. Im Juni wurde in China sogar eine Rekordzahl von 2,3 Millionen Geräten verkauft.

 

Der Verkaufsanstieg setzt sich fort

Die meisten Analysten sind sich einig, dass der Verkaufsanstieg der Edelmetalle sich fortsetzen wird. Viele gehen davon aus, dass er in den nächsten 12 Monaten alle Rekorde brechen wird. „Setzen Sie auf Kupfer, Silber und Stahl und halten Sie Long-Positionen in Gold“, so die Goldman-Analysten in einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Vermerk für Investoren.

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von Redaktion / Edelmetall

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