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Kriegsfolgen – 5 Auswirkungen auf den Goldpreis

Welche Kriegsfolgen ergeben sich für den Goldpreis? Bis auf wenige Stimmungsindikatoren ist über die Kriegsfolgen bislang wenig bekannt. Die Sanktionen für die Russische Wirtschaft haben jedoch weitreichende Folgen. Russland als fünf größter Gold Besitzer der Welt hat Einfluss auf den Goldpreis.

 

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) hat seine jüngste Konjungtur Prognose drastisch nach unten korrigiert:
Anstelle einer kurz andauernden Stagnation im ersten Quartal 2022 erwarten die Experten des DIW nun eine Rezession welche mindestens zwei Quartale umfasst. Damit schrumpft die Deutsche Wirtschaft mindestens 6 Monate lang. Das ist insofern beachtlich, als die Wirtschaftsexperten unter Leitung von Prof. Marcel Fratzscher tendenziell eher zu den Optimisten der Branche zählen. Auch die Inflation der vergangenen Monate sah man dort tendenzell positiv auf Grund des einhergehenden Wachstums. Damit dürfte nun Schluss sein.

Kehrtwende

Der Blitzkrieg der Russen dauert nun schon über einen Monat an. Putin kann sich nicht mehr aus der Verantwortung stehlen. Doch je länger der Konflikt andauert, desto gravierender werden die Kriegsfolgen auch für Konjungtur und Goldpreis.

Die Auswirkungen sind drastisch. So hat auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine aktuelle Konjunkturprognosen für die Deutschland halbiert. Während man dort ursprünglich Wachstumsraten von 4% erwartet hatte, sind es nun mehr nur noch 2% bis 2,1%. Im Europäischen Vergleich immernoch gut, dennoch ein Signal welches die Dramatik der Situation in aller Deutlichkeit aufzeigt.

 

Steigende Rohstoffpreise

In Krisenzeiten verteuern sich Edelmetalle. Gold und Silber haben bereits deutlich an Wert gewonnen. Hinzu kommen steigende Rohstoffpreise auch auf dem Lebensmittelmarkt, weil die Ukraine Europas Kornkammer war. Und zusätzlich steigende Energiepreise für Erdgas. Die extrem steigenden Rohstoffpreise verteuern praktisch alle Prozesse und dämpfen damit die Erwartungen der Wirtschaftswissenschaftler. Hinzu kommen Auswirkungen der weitreichenden Sanktionen und die hiervon nach wie vor gestörten Lieferketten. Wenn Kabelbäume aus der Ukraine fehlen, steht bei BMW in München das Band. Das Ausmaß der Folgen ist aktuell nur schwer abschätzbar.

 

Frühindikatoren

Die Erzeugerpreise für Deutschland wurden diese Woche veröffentlicht. Für den Monat Februar zeitigten diese erneut einen absoluten Rekordstand. Seit dem Beginn der Datenaufzeichnung Anfang der 1950er Jahre wurden nie derat hohe Preise aufgerufen – die Inflation ist mit 6,1% aktuell ebenfalls auf Rekordniveau und dürfte in den kommenden Wochen noch weiter ansteigen. Auch, weil die zuvor beschriebenen Lieferketten viel Zeit benötigen um auf die veränderte Situation zu reagieren.

Noch nicht berücksichtigt sind übrigens die drastischen Sanktionen an Drittländer wie Weißrussland und möglicherweise auch bald gegen die Volksrepublik China als Folge des Ukraine-Krieges. Wird China mit Sanktionen belegt, sind die Auswirkungen nur schwer vorstellbar.

 

Steigender Goldpreis

Obwohl zu erwarten ist, dass die Situation in der Ukraine bald zu einem Ende kommt, werden die Auswirkungen des Kriegs noch lange Folgen zeigen. Die Inflation der nächsten Monate kann bis in den zweistelligen Prozentbereich vorstoßen. Die USA ist mit 8% bereits kurz vor dieser magischen Grenze. Dennoch wird von der EZB in Sachen Inflation keine Hilfe erwartet. Christine Lagarde, Chefin der EZB, stellte am Montagmittag wörtlich klar:

„Die EZB werde nicht wie die US-Notenbank agieren und die Zinsen anheben“

Damit ist klar, dass die EZB nicht intervenieren wird. Obwohl die Inflation in Deutschland bereits vor Ausbruch des Krieges den traurigen Rekord von 5,9 Prozent pro Jahr erreicht hatte, hält die EZB an der Aussage fest und setzt offentlichtlich auf ein göttliches Wunder.

Für den Goldpreis sind derartige Aussagen natürlich Preistreiber. Nicht nur die Angst vor dem Kriegsgeschehen auch Geldentwertung und Unsicherheit treiben den Goldpreis. Auch Personen, die bislang wenig von der Geldanlage in Gold und Silber hielten, erscheinen nun bei den Edelmetallhändlern und möchten Gold kaufen.

 

Sanktionen und Kriegsfolgen

Putin wird nicht einknicken. Hieraus folgt, dass zumindest Teile der Sanktionen längerfristig Bestand haben dürfte. Der Russische Rubel befindet sich im freien Fall. Alternative Beschaffungsquellen von Rohstoffen wie Erdgas benötigen Jahre um etabliert zu werden. Somit werden die Kriegsfolgen noch lange Kreise ziehen und in Sachen Energiepolitik Europa zum Umdenken zwingen.

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