2 Parallelwährungen: Bargeld eGeld und Digitaler Euro

Bargeld, elektronisches Geld der eEuro oder auch der digitale Euro werden als Parallelwährung eingeführt. Was das bedeutet und welche Konsequenzen dies nach sich zieht, lesen Sie in diesem Artikel.

 

Inflation ist nichts anderes als ein Griff ins Portmonait der Bürger. Wenn die Kaufkraft um jährlich 2-3% nachlässt, sind dies rund 30% in 10 Jahren. Berücksichtigt man neben der offiziellen Inflationsrate auch die Realinflation, dann liegt der Verlust gar deutlich darüber. In Zeiten von Negativzinsen sind die Auswirkungen besonders drastisch.

 

Flucht ins Bargeld verhindern

Wenn ich auf dem Sparkonto keine Zinsen mehr bekomme, warum sollte ich der Bank dann noch mein Geld leihen? Die Frage ist durchaus berechtigt. Zwar bringt der Geldschein unter dem Kopfkissen ebenfalls keine Rendite aber er ist zumindest am nächsten Tag noch da. Griechen, die vor verschlossenen Bankschaltern standen werden wissen, was gemeint ist.

Klar ist aber auch, dass der Menge eGeld, also digitalem Geld auf Konten, nicht die selbe Menge an Münzen und Scheinen gegenüber steht. Im Falle eines Bankenruns, wie etwa in Griechenland passiert, stehen die meisten Menschen daher vor verschlossener Tür. Um derartige Situationen zu vermeiden, möchte die EU mit dem nächsten Schritt die Flucht ins Bargeld verhindern. Es ist der digitale Euro.

Lesen Sie auch: ▶︎ Der digitale Euro kommt – was Sie jetzt wissen müssen

 

Parallelwährungen Bargeld und elektronisches Geld

Die Einführung eines digitalen Euro bringt für die EZB einige Vorteile mit sich. Kontrolle und Überwachung sind sicher noch die angenehmsten Nebeneffekte. Vor allem kann ein digitaler Euro jedoch mit einem Ablaufdatum versehen werden. Geld kann auf Knopfdruck ungültig werden.

Die Geldmenge wird in die zwei Parallelwährungen aufgeteilt: Bargeld und elektronisches Geld wie Buchgeld. Hierunter fallen Sicht- und Spareinlagen. Etwa das Kontoguthaben auf dem Girokonto oder Sparkonto. Auf das Buchgeld fallen Negativzinsen an. Gleichzeitig soll das Bargeld einen bestimmten Umrechnungskurs gegenüber dem Buchgeld bekommen.

 

Bargeld abschaffen

Wenn Buchgeld mit Negativzinsen belegt ist – heben die Menschen ihr Vermögen ab und lagern es in Form von Münzen und Scheinen. Um diesen Schritt zu verhindern, wird es einen Umtauschkurs geben. Der Umtauschkurs von Bargeld zu Buchgeld wird so festgelegt sein, dass das Halten von Bargeld immer exakt genauso unattraktiv ist, als würde man das Geld auf dem Konto belassen.

Ein Beispiel: bei einem Negativzins von -4% würde Bargeld pro Jahr um 4% gegenüber den Einlagen abgewertet werden. Nach einem Jahr ist dann Euro Bargeld eben nur noch 0,96 € elektronisches Geld wert. Somit ist es vollkommen egal, ob man Bargeld hält oder das Geld auf dem Konto lässt.

 

EZB arbeitet an der Umsetzung

Was geradezu abstrus klingt, wird bald Realität. Die Idee ist bereits Anfang 2019 eruiert worden. Seit dem sind die Pläne gereift. Der digitale Euro steht uns unmittelbar bevor. Interessanterweise hat Signe Krogstrup von der dänischen Nationalbank das Konzept gemeinsam mit Katrin Assenmacher-Wesche verfasst, welche als Abteilungsleiterin für geldpolitische Strategie bei der EZB arbeitet.

Die Methode ist einfach und wirkungsvoll. Mit dieser Methode besteht die Möglichkeit, uns Bürger auch ohne Bargeldverbot richtig abzukassieren. Und was heute noch als Hirngespinst kleingeredet wird, wird schon bald zur Realität. Nach Flüchtlingskrise, Corona-Krise und Flut-Katastrophe wird uns dieser Wahnsinn bald als alternativlos verkauft. Alles mit dem Ziel, um den EU und die schwachen Süd-Staaten zu retten. Fakt ist: die Rettung wird jemand bezahlen müssen und das sind wir.

 

Parallelwährungen

Parallelwährungen werden üblicherweise in Form von Zahlungsmitteln eingeführt. Meist, um eine Währung abzulösen durch eine neue Währung. Parallelwährungen werden daher meist von einer hoher Inflationsrate oder Hyperinflation begleitet. Wenn die EZB also die Einführung eines digitalen Euro als Parallelwährung plant, sollte uns das aufhorchen lassen.

In Japan hingegen gab es ein äußerst schönes Beispiel für eine Parallelwährung. Die wirtschaftlichen Probleme Japans in den 90er Jahren und das schwere Erdbeben in Kobe stürzte viele Japaner in eine schwere Krise. Die traditionell hilfsbereiten Japaner halfen sich gegenseitig und richteten Zeitkonten ein. Die aufgebrachte Zeit für den guten Zweck konnte später wieder abgerufen werden. Parallelwährungen wie die Zeitkonten in Japan sind jedoch die absolute Ausnahme.

Parallelwährungen treten jedoch meist in Form von lokalen Netzwerken auf. Lokale Gutscheine etwa, die helfen um eine Region zu stützen indem Gehälter in der Parallelwährung gezahlt und nur lokal ausgegeben werden können. Auf diese Weise bleibt die Kaufkraft in der Region. Derartige Experimente wurden jedoch immer nach kurzer Zeit beendet. Bekannte Beispiele sind der Bethel-Euro oder das Wäre Experiment.

 

 

Euro Rettung durch Parallelwährung?

Die verschiedenen Rettungshilfen der EZB entpuppen sich als ungeeignet, um den Euro zu retten. Die Schuldenunion rückt immer näher. Doch schlimmer noch: durch den Austritt der Briten aus der EU verschiebt sich das Gefüge der EU Mitglieder. Die Sperrminorität welche sich an der Verteilung der Bevölkerung bemisst, verschiebt sich zu Gunsten der Südstaaten. Diese können künftig das Geschick der EU lenken. Sie werden die Schuldenpolitik fortführen. Das Konzept nationaler Parallelwährungen für die Eurozone liegt auch Italien bereits in der Schublade. Über die Bots genannten Pakete wird dort bereits seit 2019 an der italienischen Parallelwährung gearbeitet. Durch den Brexit rückt dieses Szenario nun greifbar nahe.

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von Redaktion / Edelmetall

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