Warum heimlich China Gold kauft

Warum heimlich China Gold kauft. China ist der größte Goldproduzent und einer der größten Goldkonsumenten der Welt. Doch das Reich der Mitte ist nicht nur an Schmuck und Münzen interessiert, sondern auch an der Aufstockung seiner eigenen Goldreserven. Seit der Jahrtausendwende hat China seine offiziellen Goldbestände von unter 500 Tonnen auf über 2.100 Tonnen gesteigert. Doch was sind die Gründe und die Folgen dieser Goldkäufe?

 

China will seine Währung stärken

Einer der Hauptgründe für Chinas Goldkäufe ist die Absicht, das Vertrauen in die Landeswährung Yuan zu stärken. China will den Yuan zu einer internationalen Reservewährung machen, die im globalen Handel stärker verwendet wird. Derzeit dominiert der US-Dollar den Welthandel mit einem Anteil von 84 Prozent, während der Yuan nur auf gut vier Prozent kommt. Um den Dollar herauszufordern, braucht China eine glaubwürdige Währung, die durch Gold gedeckt ist.

China im Goldrausch – das ist der Grund

Gold ist ein traditioneller Wertspeicher, der als Schutz gegen Inflation, Währungskrisen und politische Unsicherheiten dient. Goldreserven erhöhen die Bonität eines Landes und signalisieren Stabilität und Sicherheit. China hat jedoch im Vergleich zu anderen Ländern einen relativ geringen Anteil seiner Devisenreserven in Gold angelegt. Während die USA und Deutschland fast 70 Prozent ihrer Reserven in Gold halten, sind es bei China nur 3,8 Prozent1. Doch wenn China Gold kauft, dann nicht nur um statistische Werte zu erfüllen. Der langfristige Plan dahinter dürfte einen völlig anderen Hintergrund haben.

 

China will sich von westlichen Sanktionen unabhängig machen

Ein weiterer Grund für Chinas Goldkäufe ist die Vorbereitung auf mögliche Sanktionen der internationalen Gemeinschaft. China steht wegen seiner Menschenrechtsverletzungen, seiner aggressiven Außenpolitik und seiner Handelspraktiken unter wachsendem Druck von westlichen Ländern. Besonders der langjährige Konflikt mit Taiwan, das China als abtrünnige Provinz ansieht, könnte zu einem militärischen Konflikt eskalieren. Militärexperten warnen, dass China einen Angriff auf Taiwan bis 2027 plant, dem Jahr, in dem die chinesische Volksbefreiungsarmee 100 Jahre alt wird und Xi Jinping seine vierte Amtszeit beginnt.

Um sich gegen mögliche Sanktionen zu wappnen, kauft China heimlich große Mengen Gold auf. Gold ist eine liquide und universelle Währung, die nicht von westlichen Banken oder dem Dollar abhängig ist. Gold kann auch als Zahlungsmittel für Rohstoffe wie Öl oder Gas verwendet werden. So hat China 2022 einen Deal mit Saudi-Arabien abgeschlossen, der vorsieht, dass China sein Öl in Yuan bezahlt, anstatt in Dollar. China folgt damit dem Beispiel Russlands, das vor seinem Angriff auf die Ukraine ebenfalls große Goldreserven angehäuft hatte, um sich gegen Sanktionen zu schützen.

 

China will seine Marktposition stärken

China im GoldrauschEin dritter Grund für Chinas Goldkäufe ist die Stärkung seiner Marktposition im globalen Goldhandel. China ist nicht nur der größte Goldproduzent, sondern auch der größte Goldimporteur der Welt. Wenn China Gold kauft, dann vor allem aus dem eigenen Land, um die Nachfrage nach Schmuck und Anlageprodukten zu befriedigen. China kauft aber auch Gold aus dem Ausland, um seine Reserven zu erhöhen. Dabei versucht China, den Einfluss westlicher Börsen und Institutionen zu umgehen und seine eigenen Handelsplätze zu etablieren.

So hat China 2022 eine eigene Goldbörse in Shanghai eröffnet, die Gold in Yuan handelt. Damit will China einen alternativen Preis für Gold festlegen, der unabhängig vom Londoner oder New Yorker Markt ist. China will auch seine eigene Goldwährung einführen, die an den Yuan gekoppelt ist. Diese Goldgedeckte Währung soll als Zahlungsmittel für den Handel mit anderen Schwellenländern dienen, die Teil der BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) sind. China hofft, damit eine neue goldbasierte Weltordnung zu schaffen, die seine Macht und seinen Einfluss widerspiegelt.

 

Zentralbanken kaufen Rekordbestände Gold

Die Nachfrage der Zentralbanken nach Gold ist in den letzten Jahren stark gestiegen, vor allem in den Schwellenländern, die ihre Währungsreserven diversifizieren und sich gegen geopolitische Risiken absichern wollen. Im Jahr 2022 kauften die Zentralbanken weltweit 1.136 Tonnen Gold, den höchsten Wert seit 1967.

Im dritten Quartal 2022 erreichten die Goldkäufe der Zentralbanken sogar einen neuen Rekord von 399 Tonnen. Zu den größten Käufern gehörten die Türkei, Russland, Kasachstan und Indien. Gold gilt als eine sichere Anlage und hilft den Zentralbanken, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und ihre finanzielle Souveränität zu stärken.

 

China Gold gefälscht

China wird häufig mit billiger Ware und Fälschungen in Verbindung gebracht. Dies macht auch bei Gold nicht halt. So wurde kürzlich eine gigantische Menge gefälschtes Gold im Reich der Mitte sicher gestellt. Die Nationalbank sollte also sorgfältig prüfen, was genau sie da gerade ankauft.

 

Fazit

China kauft heimlich Gold aus verschiedenen Gründen: um seine Währung zu stärken, um sich von westlichen Sanktionen unabhängig zu machen und um seine Marktposition zu stärken. Diese Goldkäufe haben weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft, die Weltpolitik und den Goldpreis. China ist ein wichtiger Akteur im globalen Goldmarkt, der nicht ignoriert werden kann.

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Quelle: Gold.de Angaben ohne Gewähr

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