Kompressionsmodul verständlich erklärt

Das Kompressionsmodul ist ein Maß für die Elastizität eines Materials, das angibt, wie stark es sich unter Druck verformt. Es wird definiert als das Verhältnis zwischen dem Druck, der auf das Material ausgeübt wird, und der relativen Volumenänderung, die es erfährt. Je höher das Kompressionsmodul ist, desto steifer ist das Material und desto weniger komprimierbar ist es.

 

Was bedeutet Kompressionsmodul?

Das Kompressionsmodul ist ein Maß für die Elastizität eines Materials, das angibt, wie stark es sich unter Druck verformt. Es wird definiert als das Verhältnis zwischen dem Druck, der auf das Material ausgeübt wird, und der relativen Volumenänderung, die es erfährt. Je höher das Kompressionsmodul ist, desto steifer ist das Material und desto weniger komprimierbar ist es.

Diamanten herstellen

Ein Beispiel für ein Material mit einem hohen Kompressionsmodul ist Diamant, das sich kaum unter Druck verformt. Ein Beispiel für ein Material mit einem niedrigen Kompressionsmodul ist Kork, das sich leicht unter Druck zusammendrückt. Das Kompressionsmodul kann auch von der Temperatur, der Feuchtigkeit und der Richtung des Drucks abhängen.

Das Element mit dem höchsten Kompressionsmodul ist Osmium. Hierzu gleich mehr.

 

Wie wird das Kompressionsmodul gemessen?

Das Kompressionsmodul ist eine wichtige Kenngröße für die Elastizität eines Materials. Um den Wert zu messen, muss man den Druck, der auf das Material ausgeübt wird, und die relative Volumenänderung, die es erfährt, bestimmen. Es gibt verschiedene Methoden, um diese Größen zu messen, je nachdem, ob das Material fest, flüssig oder gasförmig ist.

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Für feste Materialien kann man zum Beispiel eine Ultraschallmessung durchführen, bei der man die Schallgeschwindigkeit in dem Material misst. Die Schallgeschwindigkeit hängt vom Kompressionsmodul und der Dichte des Materials ab. Wenn man die Dichte kennt, kann man den Kompressionsmodul berechnen. Eine andere Methode ist die statische Messung, bei der man das Material in eine Presse einlegt und den Druck und die Volumenänderung direkt misst.

Für flüssige Materialien kann man zum Beispiel eine hydrostatische Messung durchführen, bei der man die Flüssigkeit in einen Behälter füllt und den Druck und die Höhe der Flüssigkeitssäule misst. Die Höhe hängt vom Kompressionsmodul und der Dichte der Flüssigkeit ab. Wenn man die Dichte kennt, kann man den Kompressionsmodul berechnen. Eine andere Methode ist die dynamische Messung, bei der man eine Schwingung in der Flüssigkeit erzeugt und die Frequenz und die Amplitude misst. Die Frequenz hängt vom Kompressionsmodul und der Dichte der Flüssigkeit ab. Wenn man die Dichte kennt, kann man den Kompressionsmodul berechnen.

Für gasförmige Materialien kann man zum Beispiel eine isotherme Messung durchführen, bei der man das Gas in einen Behälter füllt und den Druck und das Volumen bei konstanter Temperatur misst. Der Kompressionsmodul ist dann gleich dem Druck geteilt durch das Volumen. Eine andere Methode ist die adiabatische Messung, bei der man das Gas schnell komprimiert oder expandiert und den Druck und das Volumen misst. Der Kompressionsmodul ist dann gleich dem Druck mal dem Volumen geteilt durch den Adiabatenexponenten.

 

Kompressionsmodul von Edelmetallen

Edelmetalle Liste Edelmetalle sind Metalle, die selten, korrosionsbeständig und oft hochschmelzend sind. Zu den bekanntesten Edelmetallen gehören Gold, Silber, Platin und Palladium. Diese Metalle haben unterschiedliche Kompressionsmodule, die ihre mechanischen Eigenschaften beeinflussen. Werfen wir also einen Blick auf die Edelmetalle Liste um mehr darüber zu erfahren:

Gold

Gold ist eines der weichsten und dehnbarsten Metalle. Es hat ein Kompressionsmodul von etwa 220 GPa, was bedeutet, dass es sich leicht unter Druck verformen lässt. Kein Wunder, denn auch die Gold Dichte ist vergleichsweise niedrig. Gold wird oft zu Schmuck, Münzen, Medaillen und elektronischen Bauteilen verarbeitet. Bei Schmuck setzt man oft auf Legierigunen, damit z.B. Ringe widerstandsfähiger werden und nicht so schnell verkratzen.

Silber

Silber ist ein glänzendes weißes Metall mit hoher elektrischer und thermischer Leitfähigkeit. Es hat ein Kompressionsmodul von etwa 100 GPa, was bedeutet, dass es noch weicher und dehnbarer als Gold ist. Silber wird ebenfalls zu Schmuck, Münzen, Spiegeln und Solarzellen verwendet.

Platin

Platin ist ein silbergraues Metall mit hoher Dichte und Beständigkeit gegen hohe Temperaturen und aggressive Chemikalien. Es hat ein Kompressionsmodul von etwa 230 GPa, was bedeutet, dass es etwas steifer als Gold ist. Platin wird zu Schmuck, Katalysatoren, Brennstoffzellen und medizinischen Geräten verwendet.

Palladium

Palladium ist ein silberweißes Metall mit niedriger Dichte und hoher Reaktivität. Es hat ein Kompressionsmodul von etwa 180 GPa, was bedeutet, dass es etwas weicher als Platin ist. Palladium wird zu Schmuck, Katalysatoren, Wasserstoffspeichern und Dentallegerungen verwendet.

Osmium

Osmium hat mit 462 GPa den höchsten Kompressionsmodul aller Elemente. Das bedeutet, dass es sehr widerstandsfähig gegen Druck ist und nur schwer verformt werden kann. Ein U-Boot aus Osmium könnte theoretisch ungeheuerem Druck stand halten. Doch Osmium ist so selten, dass selbst alle Vorkommen der Welt nicht ausreichen würden, um auch nur ein einziges U-Boot zu fertigen. Osmium ist aber nicht nur das Element mit dem höchsten Kompressionsmodul, es ist auch das teuerste aller Edelmetalle. Der Osmium Preis würde ein solches U-Boot astronomisch teuer machen.

Fazit

Das Kompressionsmodul ist eine wichtige Kenngröße für die Elastizität eines Materials. Edelmetalle haben unterschiedliche Eigenschaften, die ihre Verformbarkeit unter Druck bestimmen. Gold und Silber sind weicher und dehnbarer als Platin und Palladium oder Osmium. Diese Eigenschaften beeinflussen die Anwendungen dieser Metalle in verschiedenen Bereichen.

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Gold Preis

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