1,5 Billionen Euro Corona-Kosten

Die Sch├Ątzung der Corona-Kosten des Finanzministeriums ist alarmierend. Ist da etwa eine Kommastelle verruscht? Nein, leider nicht. Die Bundesregierung rechnet mit Rekordausgaben f├╝r die Bew├Ąltigung der Corna Krise. Die ├ťberlegungen, welche B├╝rger f├╝r die Kosten aufkommen sollen, sind beunruhigend.

Diese Krise ist anders

Bankenkrise kennen wir. Griechenland Krise – teuer aber weit weg. Doch Corona findet hier statt. Die Ausgaben f├╝r medizinisches Material sind au├čerordentlich. Konjunkturprogramme sind n├Âtig, weil der Mittelstand ernsthaft bedroht ist. Hilfszahlungen und Unterst├╝tzung f├╝r die Bev├Âlkerung. Kurzarbeit in nie dagewesenem Ausma├č. Fest steht bereits heute: die Corona-Krise ist das Krebsgeschw├╝r der ├Âffentlichen Haushalte. Es frisst tiefe L├Âcher in die Kassen der Kommunen und in die Grundfesten unserer Gesellschaft.
Die Rechnung kommt erst. 2021 wird die Corona-Krise laut Regierung den Bundeshaushalt in Billionenh├Âhe belasten. Das ist bemerkenswert, denn der gesamte Wiederaufbau Ost wurde mit 1 Billion DM, verteilt auf 10 Jahre beziffert. Die Korona-Kosten liegen gleich dreimal so hoch.

 

Schulden tilgen

Sicher, jetzt ist nicht die Zeit ├╝ber die Schuldentilgung zu sprechen. Die Bew├Ąltigung der Krise ist Voraussetzung f├╝r die wirtschaftliche Entwicklung Deutschland. Bis M├Ąrz entscheidet sich deshalb unsere Zukunft. Die Bundesregierung ist daher auch bereit, Rekordsummen zu investieren. Die ├Âffentlichen Kassen werden r├╝ckwirkend f├╝r 2020 und 2021 mit insgesamt rund 1,446 Billionen Euro belastet. Die Kalkulation hat das Finanzministerium erstellt. Ob die Summe ausreicht, h├Ąngt nicht zuletzt davon ab, wie schnell und erfolgreich die Impfung von statten geht.

 

Die Reichen zahlen

Linken-Fraktionsvorsitzender Bartsch sagte dem RND „Es ist vollkommen richtig, nicht in die Krise hineinzusparen. Aber es ist auch falsch, sich ├╝berhaupt nicht darum zu k├╝mmern, wer die Kosten tragen soll“ . Aus seiner Sicht sei die Finanzierung der Corona-Kosten sei eine historische Aufgabe. Das Grundgesetzt sieht hierf├╝r Ausgleich vor. Wer viel besitzt muss viel zahlen, so Bartsch.

Der Blick f├Ąllt daher erneut auf die Million├Ąre in Deutschland. Die Milliard├Ąre und Million├Ąre in Deutschland besitzen mehrere hundert Milliarden Verm├Âgen. Es sei die Pflicht, so der Parlamentarier, dass Milliard├Ąre und Multimillion├Ąre zur Finanzierung dieser Krise relevant herangezogen werden.

Dass es sich bei einem Gro├čteil der Reichen um Unternehmer handelt und das Kapital meist in Form von Firmen gebunden ist, ignoriert Bartsch. So befinden sich unter den Million├Ąren vor allem jener Mittelstand, welcher gerade ums ├ťberleben k├Ąmpft.

Sachwerte

Wer kann, fl├╝chtet deshalb in Sachwerte. Immobilien erleben einen Boom, der selbst den R├╝ckgang der Nachfrage mehr als ausgleicht. ├ťberhitzung? Vielleicht. Verzeifelung? Sicherlich. Eine andere Option stellen Edelmetalle dar. W├Ąhrend der ersten Corona Welle waren Gold deshalb zeitweise ausverkauft.

Silber erlebte im Fr├╝hsommer 2020 einen ├╝berraschenden Boom und bewegt sich seit dem auf konstant hohem Niveau. Die zweitweise verschm├Ąhten Silber Barren waren gefragt wie hei├če Semmeln. Und Osmium, das j├╝ngste Edelmetall profitiert wie kein anderes von der Korona Krise. Anleger und Investoren sch├Ątzen die F├Ąlschungssicherheit, die hohe Wertdichte und das Zukunftspotential. Osmium gilt als Abl├Âser der Diamanten, die Schmuckindustrie stellt sich bereits auf eine hohe Nachfrage ein.

 

Corona-Kosten streichen

Hinter vorgehaltener Hand wird bereits voller Phantasie das Exist Szenario entwickelt. Schulden einfach streichen lautet ein eher radikaler Vorschlag. Die Aufgabe des Euro k├Ânnte die Unzufriedenheit der Bev├Âlkerung und gleichzeitig die Rekordschulden der Regierung eliminieren.

Sehr wahrscheinlicher jedoch ist der schleichende Prozess der Geldentwertung, weil der direkte Schmerz am geringsten erscheint. In einer historisch niedrigen Zinssituation ist es schlie├člich geradezu die Einladung des Finanzmarktes. Mit zus├Ątzlichem Kapital die vorhandenen Werte schleichend degradieren – das hat oft funktioniert. Bitter nat├╝rlich f├╝r all jene, die lebenslang in Lebensversicherungen oder Sparguthaben investiert haben.

Die tats├Ąchlichen Corona-Kosten k├Ânnen ja nach Pandemieverlauf sehr unterschiedlich ausfallen. Politische Entscheidungen und der Ausgang der Wahlen werden deshalb weitreichende ├änderungen mit sich bringen. 2021 wird ein Jahr der Entscheidungen. Nach aktueller Erkenntnis des Finanzministeriums hat die Krise bereits 400,4 Milliarden Euro gekostet. Das entspricht rund 10.000 EUR pro erwerbst├Ątigem B├╝rger. Bei prognostizierten Gesamtkosten von 1,5 Billionen m├╝sste jeder B├╝rger somit rund 30.000 EUR aufbringen.Es gilt deshalb als unwahrschreinlich, dass die Bev├Âlkerung hierzu im Stande ist. In die Kalkulation noch nicht mit eingeflossen sind staatliche Garantien. So hat die Bundesregierung im Fr├╝hjahr Italien mit gro├čz├╝gigen 500 Milliarden ÔéČ Garantien unterst├╝tzt. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen bleibt die Flucht in Sachwerte f├╝r viele Anleger der einzig sinnvolle Ausweg.

Auch, weil sich Edelmetalle im Gegensatz zu Immobilien anonym ├╝bertragen lassen. Der Edelmetall Boom wird deshalb weiter andauern.

 

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von Redaktion / Edelmetall

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