Palladium ist das Element mit dem Elementsymbol Pd. Das seltene, silberweiße Übergangsmetall bildet zusammen mit Rhodium, Platin, Ruthenium, Osmium und Iridium die Gruppe der Platinmetalle. Diese Gruppe von Edelmetallen sind graue- bis silberweiße, glänzende Metalle. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften dieser Gruppe sind weitgehend ähnlich. Die Platinmetalle finden sich im Periodensystem in der 5. Periode und der 10. Gruppe. Palladium trägt die Ordnungszahl 46 im Periodensystem der Elemente. Vor langer Zeit hat man es auch in die 8. Nebengruppe eingeordnet – das ist heute allerdings nicht mehr der Fall.

 

Verwendung von Palladium

Palladium gehört zu den Metallen, die äußert vielseitig einsetzbar sind. Es ist deshalb sowohl in der Industrie begehrt aber auch zunehmend am Schmuckmarkt etabliert. Investoren schätzen das Element deshalb auch als Rohstoff Investment.

Palladium in der Industrie

Katalysatoren kennt man aus dem Chemie Unterricht. Wenn chemische Prozesse beschleunigt werden sollen, kommen Katalysatoren zum Einsatz. Feinverteilt ist Palladium sogar ein hervorragender Katalysator und deshalb äußert begehrt. Eine Stärke sind Hydrierungen und Dehydrierungen, also die Zugabe bzw. Entnahme von Wasserstoff. Auch Cracken von Kohlenwasserstoffen ist hier zu nennen.

Das seltene Palladium ist neben Rhodium und Platin ein wirtschaftlich sehr wichtiges Platinmetall. Die Automobilindustrie benötigt das Edelmetall in großen Mengen für die Produktion von Drei-Wege-Katalysatoren.

Weitere Anwendungsgebiete finden sich in

  • der Elektronik,
  • in Brennstoffzellen und
  • der Zahnmedizin sowie
  • in der Schmuckindustrie

 

Schmuck

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Zusammen mit Gold wird Palladium zu Weißgold legiert. Der Schmuck Markt insgesamt wächst und die Nachfrage nach Weißgold ist ungebrochen hoch. Das seltene Edelmetall wird deshalb auch weiterhin die Körper der Schönen und Reichen zieren.

Zunehmend beliebt zeigt sich die Kombination aus Palladium und Osmium. So lassen sich edel glänzende Ringe aus Palladium fertigen, welche mit einem Diamond aus Osmium besetzt werden. Osmium Schmuck ist zeitweise sogar ausverkauft – so stark entwickelte sich die Nachfrage in den vergangen Monaten.

Übrigens erfreut sich das Edelmetall bereits seit geraumer Zeit großer Beliebtheit. Bereits die präkolumbianischen Indianer Kolumbiens und Ecuadors fertigten Platinschmuck. Hierbei wurde eine Legierung aus überwiegend Platin (85%) sowie Eisen, Platinmetallen und Kupfer erzeugt. Der besondere Glanz faszinierte also schon damals die Menschen.

 

Vorkommen

Als geologische Seifen fand man Palladium im Ural, Äthiopien, Australien und in ganz Amerika. Diese Vorkommen sind inzwischen weitgehend ausgebeutet. Heute wird der Rohstoff in der Regel aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen.

Die größten Vorkommen stammen aus Russland und Südafrika. 2012 stammten etwa 41 % (85 Tonnen) aus russischer Förderung. Südafrika konnte 37,5% fördern, was etwa 78 Tonnen entspricht. Weitere Vorkommen befinden sich in Kanada. Dort wurden etwa 18 Tonnen gefördert (9%). Die Fördermengen der anderen Fördergebiete liegen sogar darunter. Hier wird einmal mehr die Rolle Südafrikas als Rohstofflieferant deutlich. Die Region besitzt rund 95% der weltweiten Reserven der Platinmetalle. Somit sind Palladium, Iridium, Osmium, Rhodium, Ruthenium und natürlich Platin besonders häufig in Südafrika anzutreffen. Hier ist vor allem der Bushveld-Komplex zu nennen, wo das Edelmetall gediegen als Begleiter der Platinmetalle vorkommt.

Weitere Vorkommen befinden sich in den westlichen Industrieländern. Hier wird der Rohstoff nicht gefördert sondern im Rahmen der Altwagenentsorgung zurück gewonnen. Recycling gewinnt hier immer stärker an Bedeutung. Die Recycelten Mengen sind inzwischen beachtlich und in den Industrieprozessen der Hersteller fest einkalkuliert.

Das Recycling Verfahren gleicht dem Prozess nach der Förderung. Durch Di-n-hexylsulfid wird Palladium in mehreren Schritten mit salzsauren Lösungen selektiv von den anderen Metallen abgetrennt.

 

Die Entdeckung

William Hyde Wollaston entdeckte 1802 das Element, als er die Weiterverarbeitung von Platinerzen erforschte. Er benannte seinen Fund nach dem Asteroiden Pallas. Dieser wurde damals fälschlicher Weise für einen Planeten gehalten. Während der Name also auf einem Irrtum beruht, ist Palladium heute eines der wichtigsten Industriemetalle. Seine Entdeckung gilt deshalb als Meilenstein.

 

Physikalische Eigenschaften

Palladium hat einige besondere Eigenschaften. Es hat unter den Platinmetallen den niedrigsten Schmelzpunkt und ist gleichzeitig am reaktionsfreudigsten. Bei Erhitzung auf etwa 400 °C bildet es eine Oxidschicht aus Palladium(II)-oxid und läuft deshalb stahlblau an. Ab 500 °C reagiert Palladium empfindlich auf Schwefel und Schwefelverbindungen und bildet Palladium(II)-sulfid. Erhitzt man es weiter auf 800 °C, dann zersetzt sich das Oxid wieder. Die Oberfläche wird wieder blank.

Bei Raumtemperatur reagiert das Metall nicht mit Sauerstoff. Das ist vor allem für Schmuck sehr praktisch, weil es seinen metallischen Glanz fehlt und nicht an läuft.

 

Investment

Die physische Auslieferung ist möglich aber nicht üblich. Investoren kaufen deshalb meist ETFs auf Palladium oder kaufen Anteile von Minengesellschaften. Wer lieber die physische Auslieferung von Edelmetallen bevorzugt, sollte daher besser auf Gold oder Osmium setzen.

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von Redaktion / Edelmetall

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