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Inhorgenta 2022 – Highlights

Wir befinden uns hier auf der Inhorgenta 2022, Europas größte Fachmesse für Schmuck, Edelmetalle und Diamanten. Wir treffen Frau Scarlett Clauss, Vice President des Osmium Institutes, in Halle B1 zwischen Branchengrößen wie der DiamondGroup, Meister und Gellner.

Interhorgenta 2022

Edelmetall-Experte: Frau Clauss, was gibt es bei Ihnen, was die anderen nicht haben?

Fr. Clauss: Na ja, man könnte es in zwei Worten zusammenfassen: Kristallines Osmium (grinst). Wenn man dann ein wenig konkreter werden will fügt man doch Details hinzu wie das letzte und seltenste Edelmetall, das Material mit der höchsten Wertdichte, ein unfälschbares Edelmetall und die Neuheit im Schmuckmarkt.

Edelmetall-Experte: das ist in der Tat interessant. Wie reagiert das Fachpublikum auf Osmium?

Fr. Clauss: Begeistert! Wir hatten durchweg positives Feedback. Obwohl die Messe dieses Jahr laut Angaben der anderen Aussteller und Besucher kleiner und weniger gut besucht war (vermutlich dem späten Termin und den Nachfolgen der Covid19 Pandemie zu schulden) war bei uns am Stand eigentlich immer was los. Einige kannten Osmium bereits als Schmuckmaterial, einige kannten es bereits als Sachwertanlage, aber die wenigsten hatten es mal in der Hand oder haben schon damit gearbeitet.

Inhorgenta 2022 München Die Inhorgenta läuft unter dem Motto „Innovation“ – und die gibt es im Schmuckmarkt selten. Aber ein neues Edelmetall, und noch dazu so hochwertig, das kam an! Die Leute haben sich vorab informiert und uns gezielt am Stand aufgesucht oder sind durch Zufall über uns gestolpert aber egal wie, wir brauchten keinen großen Stand für Aufmerksamkeit; Osmium kam auch so hervorragend an und vermochte sich abzusetzen!

Wettbewerbssituation

Edelmetall-Experte: Osmium steht ja in unmittelbarer Konkurrenz zum Diamanten, ist jedoch in mehreren Aspekten dem Diamant überlegen. Wie fallen die Reaktionen vom Wettbewerb aus?

Fr. Clauss: Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es ein Konkurrent von Diamanten ist. Ich bin eine Frau, ich liebe Diamanten (lacht). Aber Diamanten können mittlerweile synthetisch hergestellt werden, und das macht die Branche etwas unruhig. Es war schon immer schwer Diamanten wirklich preislich einheitlich einschätzen zu können, große Teile der Branche beruhen auf dem Weiterverkauf zwischen Händlern bei dem alle versuchen einen weiteren Händler zu finden der mehr zahlt. Und nun, da die man-made Diamonds den Markt überschwemmen, stellt sich die Frage wo es mit der Diamantenindustrie hingehen wird.

Wenn man nun einen Karat für einen äußert überschaubaren Preis im Labor züchten kann, dieser nicht zu unterscheiden ist vom Naturdiamanten (teilweise nicht mal unter der Lupe, erst recht nicht vom menschlichen Auge) und dann aber die Naturdiamanten ihren alten Preis behalten sollen – wie werden die Kunden darauf in Zukunft reagieren? Wird es zwei Märkte geben? Einen Man-made Diamond Markt wo wir Diamanten in günstigem Schmuck sehen werden und ein Natural Diamond Markt der immer noch hohe Preise aufruft, aber nicht wirklich zu unterscheiden ist von seinen Steinen. Schwierig.

Carbon ist eines der häufigsten Elemente auf unserer Erde, wir alle atmen pro Tag quasi ein paar Karat aus (lacht). Diamanten sind unendlich. Und genau hier kommt Osmium ins Spiel. Denn Osmium ist das seltenste (nicht radioaktive) Element der Welt – und es ist eben endlich. Das spielt ja auch in den Sachanlage Gedanken mit rein. Gerade als Ersatz für Pavees, also Diamanten-Teppiche, könnte es interessant sein. Denn der Wert eines Pavees kommt zum Großteil durch das setzen der sehr kleinen Steine, aber nicht unbedingt durch das Material, was es beim Wiederverkauf schwierig macht. Eine Osmiumfläche hat eine ganz ähnliche Wirkung, aber der Wert ist der des Materials. Das macht es für den Wiederverkauf und den Investmentgedanken interessant. Beide funkeln, aber etwas anders. Der Brilliant bricht das Licht, Osmium reflektiert es. Osmium funkelt demnach stärker, aber nicht in verschiedenen Farbspektren sondern in seinem silber-blau. Beide sind wahnsinnig schön, und beide haben also unterschiedliche Eigenschaften und sicherlich die Berechtigung in Schmuck. Vielleicht ist es weniger ein Ersatz als eine Ergänzung? Das wird die Zukunft zeigen. Und sorry, die Antwort war vermutlich etwas länger als Sie wollten (lacht).

Edelmetall-Experte: vor mir steht eine große Box mit je 3 Osmium Disks und Barren. Wie reagieren die Besucher der Inhorgenta darauf?

Fr. Clauss: Absolut fasziniert. Wenn das Osmium-Institut auf Finanzmessen ist, dann sind wir sofort umringt. Denn bei uns wird nicht in Anzügen und Krawatte ein langatmiger Vortrag über Versicherungen gehalten mit einem DIN A4 Blatt Handout am Ende, sondern bei uns funkelt etwas. Und man kann etwas anfassen, etwas seltenes. Wir haben SOFORT einen Sonderstatus. Hier auf der Inhorgenta funkelt es überall, und man kann überall etwas anfassen. Wir waren also unsicher, wie gut wir hier ankommen. Aber die Leute bleiben genau wegen dieser Vitrine stehen.

Schmuck gibt es hier überall, aber was sind diese komisch funkelnden Scheiben? Wenn man ihnen dann die Fakten gibt, ihnen erklärt das alles Osmium der Welt unter zwei von unseren Tischen passen würde und ihnen zum Schluss eine Disk in die Hand legt, sind die hin und weg. Spätestens wenn sie das Gewicht fühlen (Osmium ist das dichteste Element der Welt mit einer Dichte von 22,61 g/cm³, das spürt man) und ihnen sagt, dass sie da 50.000€ in der Hand halten, wollen sie mehr wissen.

OSLERY GmbH

Edelmetall-Experte: Nun sehe ich hier auch ganz groß den Oslery Schriftzug. Als Geschäftsführerin der OSLERY GmbH, sind Sie hier sozusagen in Doppelrolle. Was können Sie uns zur Oslery GmbH berichten?

Fr. Clauss: Die Oslery GmbH war ein Traum von mir, seid ich anfing im Institut zu arbeiten (2017). Zugegeben, der Name und die genaue Idee kamen erst später, aber seit ich das Material kenne dachte ich: Das ist viel zu schade um nur im Safe zu verschwinden, da muss man doch was draus machen können. Und dann habe ich im Januar 2020 die Oslery GmbH (OS-mium jeweLRY – Oslery) gegründet. Anfangs haben wir noch eher Einzelstückanfertigung gemacht, inzwischen spezialisieren wir uns aber immer mehr auf das Erstellen sogenannter Sonderformen und Halbzeuge, also ganz spezifisch gewünschten Inlays. Diese werden dann in Zusammenarbeit mit dem Institut zertifiziert und in die Datenbank eingebracht. Ebenfalls machen wir sogenannte X-Code Zertifizierung, wenn also mehrere Stücke Osmium in einem Schmuckstück sind, dass dann in der Osmium World Database diese Information hinterlegt ist und alles nachvollziehbar verbaut ist. Dies folgt auch dem Gedanken einer Schmuck-Sachanlagen-Hybrid-Form. Denn man könnte das Osmium wieder entnehmen, den X-Code auflösen und dann wieder als Sachwertanlage verwenden.

Ein letztes Themenfeld ist nun die Zusammenarbeit mit all den Menschen und Firmen, die mit kristallinem Osmium arbeiten wollen. Es gibt nun schon die teuerste Violine der Welt, die teuersten Kopfhörer der Welt und vermutlich bald Handtaschen und teure Brillen mit Osmium Logos. All diese Firmen und Ideengeber bringe ich zusammen und stelle sie auf der www.osmium-gallery.com aus – eine Seite, die sich gerade im Aufbau befindet. Sobald sie fertig ist, wird man dort alle wunderbaren Anwendungsbereiche von Osmium beworben sehen können – das wird fantastisch! Diese Seite wird von der Oslery GmbH in Zusammenarbeit mit den weltweiten Osmium-Instituten betrieben werden.

Edelmetall-Experte: Ein durchaus attraktives und wachsendes Geschäftsfeld. Zuletzt sorgten ja Uhren mit Osmium Zifferblatt Furore…

Fr. Clauss: Ja, es gibt schon einige! Hublot (2014), Ulysse Nardin (2019) und nun ganz neu die Frozen Star S von Czapek – die kam gerade erst vor ca. 1-2 Wochen raus. Ebenfalls neu ist mit UNE ein erstmals etwas „günstigerer“ Anbieter von Osmium Uhren im Markt, wobei günstig hier wohl relativ ist (lacht). Ich persönlich habe mit der Oslery wenig mit Uhren zu tun, aber die Uhrenindustrie ist toll, sie zeigt, dass die Leute an Osmium glauben, und sie bringt natürlich einiges an Aufmerksamkeit. Ich glaube die Auflage der Czapek war in ein paar Stunden ausverkauft, genauso wie damals die Ulysse Nardin – und wir reden hier immerhin von Uhren die weit über 70.000€ kosten. Der Markt ist also da, und das Interesse an dem Material auch. Das ist schön zu sehen!

Inhorgenta Highlights

Edelmetall-Experte: die Inhorgenta 2022 ist naht sich dem Ende. Zeit für Fazit: wie fällt ihr Resume aus? Gab es ein persönliches Highlight?

Fr. Clauss: Mehrere. Einmal habe ich einen Goldschmied getroffen, der eines der allerersten Schmuckstücke angefertigt hat, die es mit Osmium gab. Totaler Zufall, er war hin und weg dass es nun so groß wird. Das war damals für ihn einfach eine „seltsame Auftragsarbeit“, aber nun weiß er, dass er einer der Early Birds war. Dann natürlich dass uns Josh Helmich von Helmich Luxury Group über 2 Stunden interviewt hat. Er wurde von einigen großen Konzernen aus den USA auf die Inhorgenta geschickt um nach Innovation und Neuheiten zu suchen und war schon recht niedergeschlagen, bis er dann uns fand. Er meinte alles auf der Inhorgenta sei fantastisch, aber nichts neu. Bei uns sei es fantastisch und neu. Er war ganz hin und weg und kam am nächsten Tag sogar mit einem Kameramann zurück. Und dann einfach das generelle Feedback was so positiv war. Osmium als Sachwertanlage ist nichts neues, aber Osmium als Schmuckmetall schon. Und zu sehen dass die Leute diese Möglichkeit sehen, den Markt und das Potential sehen und dass Fachleute uns sagen dass wir die Innovation des Jahres sind – all das hat uns wirklich glücklich gemacht.

Ich denke, wir kommen nächstes Jahr wieder auf die Inhorgenta! Hoffentlich gelten wir auch dann noch als Innovation (lacht). Wobei ich mir natürlich wünsche, dass wir uns auch als feste Schmuckmetallgröße im Markt etablieren und dann irgendwann nicht mehr „Newcomer“ sondern „Exklusivster Standard“ sind (lacht erneut).

Edelmetall-Experte: Bitte werfen Sie für uns einen Blick in die Glaskugel. Welchen Stellenwert wird Osmium in 5 Jahren einnehmen?

Fr. Clauss: Ach ja, die Glaskugel. Wer hätte sie nicht gerne (grinst). Leider habe auch ich nicht die Gabe der Vorhersehung. Lassen Sie mich mal überlegen wie ich ausdrücken kann was ich denke, ohne dass es verfänglich wird… Da muss man ja aufpassen heutzutage (lacht). Wenn Sie mich vor einer Woche gefragt hätten hätte ich gesagt, dass Osmium durchaus eine interessante Beimischung sein kann, nicht nur im Sachanlage Portfolio sondern auch im Schmuckmarkt. Wenn Sie mich heute fragen – was Sie ja tun  – kann ich da etwas direkter sein. Denn ich habe das Feedback und das Leuchten in den Augen der vorbeikommenden Menschen gesehen – und das lag nicht nur am Osmium Sparkle. Die Branche will etwas neues, etwas außergewöhnliches, wie jeder Mensch ist der Wunsch nach etwas noch Besserem, noch etwas Exklusiverem da. Ich denke also, dass Osmium tatsächlich ein Meilenstein im Schmuckmarkt sein wird. Es kann und wird nie so groß werden wie die andere Märkte, einfach weil es gar nicht genug davon gibt. Man kann nur eine begrenzte Anzahl herstellen aus 1m³ Osmium, wobei das meiste ja im Sachwertanlage Markt verbleibt. Aber ich denke, es wird sich als eine feste Größe bei den Kunden und Herstellern etablieren, die etwas außergewöhnliches mit Geschichte suchen. Etwas, dass nicht jeder haben kann und wird.

Und gerade heutzutage, wo Schmuck eigentlich nur dann noch interessant ist wenn er entweder günstig und damit Modeschmuck oder teuer und damit gleichzeitig eine Anlage ist – gerade da kann Osmium ansetzen. Um es also kurz zu fassen (das mache ich nicht gerne wie Sie bestimmt schon gemerkt haben – lacht): Osmium wird bekannter werden, und es wird einen Markt im Luxus-, Uhren- und Schmuckmarkt geben. Aber wie groß dieser sein wird, das hängt von all den vielen tollen Menschen ab, die damit werden arbeiten und es tragen wollen.

Edelmetall-Experte: Vielen Dank Frau Clauss für das Interview und weiterhin viel Erfolg auf der Inhorgenta 2022

Unsere Autoren freuen sich über eine Bewertung. Vielen Dank.
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von Redaktion / Edelmetall

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